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Landesliga
Gut gelaunt in die Pause
Geschrieben von Andreas Bajohr   
Dienstag, 8. Dezember 2009

Gut gelaunt in die Pause

LANDESLIGA: Preußen Espelkamp und TuS Tengern überzeugen


VON RAINER PLACKE


Lübbecke. Sowohl beim FC Preußen Espelkamp als auch beim TuS Tengern herrschte am Sonntag tolle Stimmung. Die beiden Fußball-Landesligisten zeigten jeweils gute Leistungen und verabschiedeten sich mit Erfolgserlebnissen in die Winterpause.

In Espelkamp zollte Trainer Uwe Korejtek seiner Mannschaft ein Pauschallob. „Man kann niemanden herausheben. Jeder einzelne hat ein Riesenspiel abgeliefert. Man hat deutlich gemerkt, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte“, so ein sichtlich zufriedener Korejtek, der zuletzt „eine deutliche Steigerung in allen Mannschaftsteilen“ registrierte. Was ihn erstmals seit einigen Wochen auch wieder zu der Formulierung greifen ließ, er sei wieder ein bisschen stolz auf das Team. Immerhin standen mit Till Wriedt (der Torhüter wird immer sicherer und blieb nun schon zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentreffer), Vitali Loginow und Watschagan Harutjunjan drei Akteure in der Anfangsformation, die in der vergangenen Serie noch bei den A-Junioren aktiv waren. „Wir haben die Herforder total dominiert und haben rechtzeitig zum Jahresende den Weg in die richtige Spur gefunden“, so Korejtek nach dem hochverdienten 2:0-Sieg. Da für die Espelkamper kein Nachholspiel ansteht, kann Uwe Korejtek im Januar mit der Vorbereitung auf die Fortsetzung der Serie beginnen. Bis dahin dürfte auch Kapitän Mario Warkentin wieder einsatzbereit sein, er wird sich in Kürze einer Leisten-Operation unterziehen. „Ich hoffe, dass wir dann den guten Lauf fortsetzen können. Wir werden an ein paar Hallenturnieren teilnehmen und uns in erster Linie ausruhen“, so Korejtek abschließend.


Auch beim TuS Tengern wird in den kommenden Wochen nur noch reduziert trainiert. „Wir werden uns einmal pro Woche treffen und in Hüllhorst auf dem Kunstrasenplatz trainieren. Die richtige Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil startet dann am 19. Januar“, blickte Trainer Jörn Paulsen ein wenig weiter. Dann kann auch der zuletzt nachverpflichtete Andreas Gorr eingesetzt werden, der den nach Australien gehenden Sebastian Geist ersetzen soll. Außerdem werden Sören Schmieder, Christoph Kuhlmann und Nurretin Sari ihre Verletzungen auskuriert sowie Daniel Nenneker und Lukas Dorn ihre Rückstände aufgeholt haben, so dass dann der fast komplette Kader zur Verfügung stehen wird. Nicht dabei sein kann Mehmet Aylak, der sich am ersten Spieltag der Serie einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Aylak muss im Januar erneut operiert werden, für ihn dürfte damit die gesamte Saison gelaufen sein.


„Der Sieg in Bielefeld hat natürlich sehr gut getan. Es gibt sowohl der Mannschaft als auch mir ein gutes Gefühl, endlich einmal auswärts ein wichtiges Spiel gewonnen zu haben, nachdem die vorherigen Anläufe allesamt gescheitert waren“, so Jörn Paulsen nach dem 3:1-Erfolg. Was er außerdem erfreut zur Kenntnis nahm, dass „alle drei Spitzen wieder getroffen haben“. Immerhin hat sich mit Alexander Knicker ein Angreifer in die Stammformation gespielt, der im vergangenen Jahr noch bei den A-Junioren Preußen Espelkamps im Einsatz war.


© 2009 Neue Westfälische
Zeitung für den Altkreis Lübbecke, Dienstag 08. Dezember 2009
 

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Teamgeist statt »Diego«-Galas:
Preußen jubelt Probleme weg

Fußball-Landesliga: Espelkamp ist zur Halbzeit Nummer eins im Altkreis

Von Ingo Notz
Espelkamp/Tengern (WB). Doppelerfolg für Preußen Espelkamp und den TuS Tengern! Ausgerechnet am letzten Hinrundenspieltag sammelten beide Landesligisten zum ersten Mal in dieser Serie gleichzeitig einen Dreier und blicken entsprechend optimistisch in Richtung Rückrunde.

Dass es bei den Preußen auch anders geht als mit immer wiederkehrender Lamentiererei, bewies nicht zuletzt Benny Rossel eine Woche nach der Strafwechselaktion diesmal über 90 Minuten, während sein Zwillingsbruder Patrick lange Zeit draußen auf der Ersatzbank schmoren musste. Auch von dort wird ihm nicht entgangen sein, dass er sich in der Rangfolge der Preußen-Stürmer jetzt erst einmal hinten anstellen muss. Der Gewinner der vergangenen Wochen ist eindeutig Watschagan Harutjunjan. Seit Uwe Korejtek den aus der A-Jugend-Westfalenliga gekommenen Stürmer endlich auch als solchen einsetzt und nicht, wie zu Saisonbeginn mitunter, im Mittelfeld auf einer für ihn ungeliebten Position versteckt, blüht der Deutsch-Armenier immer mehr auf. Mit unbändigem Einsatz und Laufvermögen stopfte er so auch gegen Herford wieder einmal die Lücken, die nach den Ausfällen von Max Dyck und Vitali Philippi gerissen worden waren - und die Patrick Rossel in dieser Form nie geschlossen hat.
Überhaupt präsentierten sich die Preußen als kompakte Einheit, in der einer für den anderen rannte, grätschte und spielte - noch einmal ein deutlicher Anstieg gegenüber dem schon guten 4:0 gegen Avenwedde aus der Woche zuvor. Teamgeist als neues, altes Erfolgsrezept! Alles Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz. Uwe Korejtek nutzte nach Schlusspfiff die Chance für einen weiteren Seitenhieb gegen seinen suspendierten Regisseur Christian Gieselmann - auch wenn er über Werder Bremen sprach oder zu sprechen schien: »Ohne Diego geht es auch. Die Mannschaft ist der Star!« Sprach's und rannte gleich weiter zu seinen Schützlingen, um jeden einzeln abzuklatschen. Beifall für einen Augenblick - oder doch der Anfang eines neuen, alten Zusammenhalts? Den hatte Korejtek schon während der Partie demonstriert, als er nach dem 2:0 über den halben Platz gelaufen war, um Marco Radtke zu gratulieren. Uwe Korejtek jedenfalls war sich Sonntag sicher, mit einem in der Tat sehenswerten Auftritt seiner Mannschaft Argumente für seine Position gesammelt zu haben. Ob sich die Preußen es als Gesamtkonstrukt aber leisten können, dauerhaft auf Gieselmann zu verzichten, scheint weiter sehr zweifelhaft. Es bleibt abzuwarten, wie die Personalentscheidung im Fall Gieselmann in der nun angebrochenen Winterpause ausfällt - und an deren Ende warten mit den dann eventuell zurückkehrenden Philippi, Dyck und Hiller so oder so weitere Alternativen für den Trainer.
A propos Trainer. Beim TuS Tengern darf sich Jörn Paulsen nach dem Befreiungsschlag auf der Hartalm sicher sein, sein Team auch in der Winterpause als Verantwortlicher zu betreuen. Das 3:1 in Bielefeld war das Zeichen, das Tengern am Ende der Hinrunde gefehlt hat. Bei nun vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz - vorbehaltlich der lippischen Nachträge aus Salzuflen und Lemgo - können die Südkreisler erst einmal etwas durchatmen. Damit gelang nach der Pleite in Theesen das, was sich Paulsen&Co erhofft hatten: Auf Kunstrasen sind die Tengeraner wieder zurück in die Spur gekommen - eine Garantie für den Klassenerhalt ist das zwar nicht. Aber eine gute Ausgangslage für weitere gemeinsame Feiertage im neuen Jahr.

Artikel vom 08.12.2009

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