| Gut gelaunt in die Pause |
| Geschrieben von Andreas Bajohr | ||||
| Dienstag, 8. Dezember 2009 | ||||
Gut gelaunt in die PauseLANDESLIGA: Preußen Espelkamp und TuS Tengern überzeugen
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| © 2009 Neue Westfälische Zeitung für den Altkreis Lübbecke, Dienstag 08. Dezember 2009 |
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Teamgeist statt »Diego«-Galas:
Preußen jubelt Probleme weg
Fußball-Landesliga: Espelkamp ist zur Halbzeit Nummer eins im Altkreis
Von Ingo Notz
Espelkamp/Tengern (WB). Doppelerfolg für Preußen Espelkamp und den TuS Tengern! Ausgerechnet am letzten Hinrundenspieltag sammelten beide Landesligisten zum ersten Mal in dieser Serie gleichzeitig einen Dreier und blicken entsprechend optimistisch in Richtung Rückrunde.
Dass es bei den Preußen auch anders geht als mit immer wiederkehrender Lamentiererei, bewies nicht zuletzt Benny Rossel eine Woche nach der Strafwechselaktion diesmal über 90 Minuten, während sein Zwillingsbruder Patrick lange Zeit draußen auf der Ersatzbank schmoren musste. Auch von dort wird ihm nicht entgangen sein, dass er sich in der Rangfolge der Preußen-Stürmer jetzt erst einmal hinten anstellen muss. Der Gewinner der vergangenen Wochen ist eindeutig Watschagan Harutjunjan. Seit Uwe Korejtek den aus der A-Jugend-Westfalenliga gekommenen Stürmer endlich auch als solchen einsetzt und nicht, wie zu Saisonbeginn mitunter, im Mittelfeld auf einer für ihn ungeliebten Position versteckt, blüht der Deutsch-Armenier immer mehr auf. Mit unbändigem Einsatz und Laufvermögen stopfte er so auch gegen Herford wieder einmal die Lücken, die nach den Ausfällen von Max Dyck und Vitali Philippi gerissen worden waren - und die Patrick Rossel in dieser Form nie geschlossen hat.
Überhaupt präsentierten sich die Preußen als kompakte Einheit, in der einer für den anderen rannte, grätschte und spielte - noch einmal ein deutlicher Anstieg gegenüber dem schon guten 4:0 gegen Avenwedde aus der Woche zuvor. Teamgeist als neues, altes Erfolgsrezept! Alles Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz. Uwe Korejtek nutzte nach Schlusspfiff die Chance für einen weiteren Seitenhieb gegen seinen suspendierten Regisseur Christian Gieselmann - auch wenn er über Werder Bremen sprach oder zu sprechen schien: »Ohne Diego geht es auch. Die Mannschaft ist der Star!« Sprach's und rannte gleich weiter zu seinen Schützlingen, um jeden einzeln abzuklatschen. Beifall für einen Augenblick - oder doch der Anfang eines neuen, alten Zusammenhalts? Den hatte Korejtek schon während der Partie demonstriert, als er nach dem 2:0 über den halben Platz gelaufen war, um Marco Radtke zu gratulieren. Uwe Korejtek jedenfalls war sich Sonntag sicher, mit einem in der Tat sehenswerten Auftritt seiner Mannschaft Argumente für seine Position gesammelt zu haben. Ob sich die Preußen es als Gesamtkonstrukt aber leisten können, dauerhaft auf Gieselmann zu verzichten, scheint weiter sehr zweifelhaft. Es bleibt abzuwarten, wie die Personalentscheidung im Fall Gieselmann in der nun angebrochenen Winterpause ausfällt - und an deren Ende warten mit den dann eventuell zurückkehrenden Philippi, Dyck und Hiller so oder so weitere Alternativen für den Trainer.
A propos Trainer. Beim TuS Tengern darf sich Jörn Paulsen nach dem Befreiungsschlag auf der Hartalm sicher sein, sein Team auch in der Winterpause als Verantwortlicher zu betreuen. Das 3:1 in Bielefeld war das Zeichen, das Tengern am Ende der Hinrunde gefehlt hat. Bei nun vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz - vorbehaltlich der lippischen Nachträge aus Salzuflen und Lemgo - können die Südkreisler erst einmal etwas durchatmen. Damit gelang nach der Pleite in Theesen das, was sich Paulsen&Co erhofft hatten: Auf Kunstrasen sind die Tengeraner wieder zurück in die Spur gekommen - eine Garantie für den Klassenerhalt ist das zwar nicht. Aber eine gute Ausgangslage für weitere gemeinsame Feiertage im neuen Jahr.
Espelkamp/Tengern (WB). Doppelerfolg für Preußen Espelkamp und den TuS Tengern! Ausgerechnet am letzten Hinrundenspieltag sammelten beide Landesligisten zum ersten Mal in dieser Serie gleichzeitig einen Dreier und blicken entsprechend optimistisch in Richtung Rückrunde.
Dass es bei den Preußen auch anders geht als mit immer wiederkehrender Lamentiererei, bewies nicht zuletzt Benny Rossel eine Woche nach der Strafwechselaktion diesmal über 90 Minuten, während sein Zwillingsbruder Patrick lange Zeit draußen auf der Ersatzbank schmoren musste. Auch von dort wird ihm nicht entgangen sein, dass er sich in der Rangfolge der Preußen-Stürmer jetzt erst einmal hinten anstellen muss. Der Gewinner der vergangenen Wochen ist eindeutig Watschagan Harutjunjan. Seit Uwe Korejtek den aus der A-Jugend-Westfalenliga gekommenen Stürmer endlich auch als solchen einsetzt und nicht, wie zu Saisonbeginn mitunter, im Mittelfeld auf einer für ihn ungeliebten Position versteckt, blüht der Deutsch-Armenier immer mehr auf. Mit unbändigem Einsatz und Laufvermögen stopfte er so auch gegen Herford wieder einmal die Lücken, die nach den Ausfällen von Max Dyck und Vitali Philippi gerissen worden waren - und die Patrick Rossel in dieser Form nie geschlossen hat.
Überhaupt präsentierten sich die Preußen als kompakte Einheit, in der einer für den anderen rannte, grätschte und spielte - noch einmal ein deutlicher Anstieg gegenüber dem schon guten 4:0 gegen Avenwedde aus der Woche zuvor. Teamgeist als neues, altes Erfolgsrezept! Alles Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz. Uwe Korejtek nutzte nach Schlusspfiff die Chance für einen weiteren Seitenhieb gegen seinen suspendierten Regisseur Christian Gieselmann - auch wenn er über Werder Bremen sprach oder zu sprechen schien: »Ohne Diego geht es auch. Die Mannschaft ist der Star!« Sprach's und rannte gleich weiter zu seinen Schützlingen, um jeden einzeln abzuklatschen. Beifall für einen Augenblick - oder doch der Anfang eines neuen, alten Zusammenhalts? Den hatte Korejtek schon während der Partie demonstriert, als er nach dem 2:0 über den halben Platz gelaufen war, um Marco Radtke zu gratulieren. Uwe Korejtek jedenfalls war sich Sonntag sicher, mit einem in der Tat sehenswerten Auftritt seiner Mannschaft Argumente für seine Position gesammelt zu haben. Ob sich die Preußen es als Gesamtkonstrukt aber leisten können, dauerhaft auf Gieselmann zu verzichten, scheint weiter sehr zweifelhaft. Es bleibt abzuwarten, wie die Personalentscheidung im Fall Gieselmann in der nun angebrochenen Winterpause ausfällt - und an deren Ende warten mit den dann eventuell zurückkehrenden Philippi, Dyck und Hiller so oder so weitere Alternativen für den Trainer.
A propos Trainer. Beim TuS Tengern darf sich Jörn Paulsen nach dem Befreiungsschlag auf der Hartalm sicher sein, sein Team auch in der Winterpause als Verantwortlicher zu betreuen. Das 3:1 in Bielefeld war das Zeichen, das Tengern am Ende der Hinrunde gefehlt hat. Bei nun vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz - vorbehaltlich der lippischen Nachträge aus Salzuflen und Lemgo - können die Südkreisler erst einmal etwas durchatmen. Damit gelang nach der Pleite in Theesen das, was sich Paulsen&Co erhofft hatten: Auf Kunstrasen sind die Tengeraner wieder zurück in die Spur gekommen - eine Garantie für den Klassenerhalt ist das zwar nicht. Aber eine gute Ausgangslage für weitere gemeinsame Feiertage im neuen Jahr.
Artikel vom 08.12.2009
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